Ins Krankenhaus: Einweisung, Kosten, Packliste und Entlassung
Für eine geplante Behandlung im Krankenhaus brauchst du in der Regel eine Einweisung aus der Praxis. Mit etwas Vorbereitung verläuft Aufnahme und Entlassung deutlich entspannter.
Das solltest du mitnehmen
- Einweisungsschein und Versichertenkarte
- aktuellen Medikamentenplan und die Medikamente für die ersten Tage
- Befunde, Arztbriefe, Röntgenbilder, Allergie- und Impfpass
- wenn vorhanden: Patientenverfügung und Vorsorgevollmacht (Kopie)
- Brille, Hörgerät, Zahnprothese – jeweils mit Aufbewahrungsbox
- bequeme Kleidung, Hausschuhe, Waschzeug, Ladekabel – aber keine Wertsachen
Was kostet das?
Gesetzlich Versicherte zahlen 10 Euro pro Tag zu, höchstens für 28 Tage im Kalenderjahr; unter 18 Jahren entfällt die Zuzahlung. Du kannst das Krankenhaus frei wählen, aber nicht die Ärztin oder den Arzt im Krankenhaus. Extras wie Einzelzimmer oder Chefarztbehandlung sind Wahlleistungen und kosten zusätzlich.
Das richtige Krankenhaus finden
Der Bundes-Klinik-Atlas zeigt, wie viel Erfahrung ein Krankenhaus mit einem bestimmten Eingriff hat. Vor bestimmten planbaren Operationen hast du außerdem Anspruch auf eine ärztliche Zweitmeinung.
Die Entlassung
Das Krankenhaus muss mit dir klären, wie es danach weitergeht (Entlassmanagement): Reha, Pflege, Hilfsmittel oder häusliche Krankenpflege. Es kann Arzneimittel und bestimmte Leistungen für bis zu 7 Tage nach der Entlassung verordnen und eine Arbeitsunfähigkeit bescheinigen. Sprich das Thema früh an – und vereinbare rechtzeitig einen Termin in deiner Hausarztpraxis.
Passende Praxis in deiner Nähe
Die Einweisung stellt meist die Haus- oder Facharztpraxis aus; nach der Entlassung übernimmt sie die Weiterbehandlung.
Im Notfall: 112. Abends und am Wochenende hilft der ärztliche Bereitschaftsdienst: 116117.
Quellen
- gesund.bund.de: Leistungen und Wahlleistungen im Krankenhaus
- gesund.bund.de: Entlassung aus dem Krankenhaus
- gesund.bund.de: Ärztliche Zweitmeinung
- Bundes-Klinik-Atlas
Zuletzt geprüft am 09.10.2026. Diese Seite ersetzt keine ärztliche Beratung – was für dich passt, besprichst du am besten mit deiner Arztpraxis.
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